Was ist das eigentlich: Adobe Flex

Flex LogoEs ist ein wenig wie Flash ohne das lästige Drumherum, ein Flash für Entwickler: Adobe Flex. Vor kurzem ist die dritte Version erscheinen und doch wissen so einige leider noch nichts mit dem Namen anzufangen…abgesehen vielleicht von einem markengeschützten Winkelschleifer. Doch darum soll es in diesem Artikel nicht gehen, ich möchte euch an dieser Stelle eine kurze Übersicht dieser, meiner Meinung nach äußerst interessanten, Technologie geben.

Wenn man von Flex redet meint man in der Regel folgende drei Elemente die zusammen agieren:

  1. ActionScript 3
  2. Flex SDK inkl. Compiler
  3. MXML

Das Ergebnis ist eine Flash-Player 9 voraussetzende Anwendung im SWF-Format.
Bevor ich jetzt jedoch weiter auf die Besonderheiten von Flex eingehe möchte ich kurz was zu den einzelnen Komponenten schreiben:

ActionScript 3

ActionScript3 besitzt eine neue Virtual Machine (AVM2) welche gegenüber der Alten (Flash <= Version 8, ActionScript 1 & 2) eine wesentlich bessere Performance und XML-Verarbeitung bietet und basiert auf der ECMAScript Edition 4.
Mit Version 3 ist ActionScript nun vollständig Objektorientiert und besitzt ein strenges Type-Casting. Mehr über die Veränderungen von ActionScript 3 im Vergleich zu seinen Vorgängern findet Ihr in meiner Beitragsreihe “Neu in ActionScript 3“.

Flex SDK

Das Flex SDK stell vorgefertigte und skalierbare Komponenten sowie einen Compiler und Debugger zur Verfügung. Das ganze ist für Mac, Windows und Linux als OpenSource erhältlich und bietet unter anderem Schnittstellen zu Java, .NET, PHP, Javascript / Ajax und ColdFusion an, was z.B. mittels AMF (ActionScript Message Format), RPC und den Flex DataServices geschieht.

MXML

Steht für Multimedia eXtensible Markup Language und ist eine deklarative XML-Sprache welche es ermöglicht Komponenten aus dem Flex SDK darzustellen und z.B. mit Events zu belegen, das sieht z.B. so aus:
MXML:

<mx:Button id="myButton" label="Button" x="10" y="10"/>

Im Vergleich dazu das ganze in ActionScript 3:

import mx.controls.Button;
public function initApp():void
{
	var myButton : Button = new Button();
	myButton.id = 'myButton';
	myButton.x = 10;
	myButton.y = 10;
	myButton.label = 'Button';
	this.addChild(myButton);
}

Ein in MXML definiertes Objekt ist identisch mit der normalen Klasse aus ActionScript3.

Die Stärken

  • Ermöglicht schnelle, agile Software-Entwicklung
  • Durch die Verwendung des Flash Players sehr plattform unabhängig (Windows, Mac und div. Linux-Distribution) und für sehr viele Clients problemlos verfügbar
  • Sehr performant
  • OpenSource
  • Sehr gute Dokumentation seitens Adobe
  • Lebendige Community
  • Macht einfach Spass

Die Schwächen

  • Benötigt Flash 9 für den Client
  • Flash-Dateien sind noch weitestgehend ein Rätsel für Suchmachinen

Abschluss

Wenn ich jetzt ein wenig Interesse geweckt habe kann ich noch nachfolgende Links empfehlen:

Im Prinzip braucht ihr zum loslegen nur das SDK und einen Texteditor… ich empfehle aber die Testversion vom Flex Builder zu probieren, da damit der Einstieg wesentlich schneller und umkomplizierter funktioniert.

Noch ein kleiner Hinweis meinerseits:
In letzter Zeit ist es hier sehr flashlastig, was sicher darin begründet ist das ich von der Arbeit her momentan überwiegend mit Flex, AIR und Flash arbeite… aber es kommt in Zukunft sicher auch wieder etwas PHP, Linux und ähnliches vor.

Flex und das Flex-Logo sind Eigentum der Adobe Systems Incorporated.


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