Was AIR nicht kann…

Da gibt es sicher noch einiges, aber was mir gerade bei einem Projekt für meinen Arbeitgeber besonders fehlt ist das Ausführen von externen Dateien. Klar könnte dies ein Sicherheitsrisiko darstellen und die AIR-Sandbox ggf. unterlaufen, aber um es mal überspitzt auszudrücken: Das ging ja sogar mit Flash-Projektor Dateien (per fscommand). AIR hat sowieso weitreichende Möglichkeiten auf das Dateisystem zuzugreifen, da fallen potentiellen Bösewichten sicher auch andere Wege ein…

Was passiert z.B. wenn ich aus AIR heraus ein Word-Dokument öffnen will, oder der User gar keinen Arcobat Reader sondern einen alternativen PDF-Reader oder eine ältere Version (AIR benötigt 8.1) benutzt. Ich könnte zwar die Datei per navigateToURL( URLRequest() ) an den Browser schicken, was vielleicht noch bei PDF funktioniert, aber spätestens bei anderen Formaten alles andere als schön ist.

Mike Chambers hat sich in seinem Blog bereits Gedanken gemacht (Projekt CommandProxy) wie man diese Beschränkung umgehen könnte, scheint aber selbst nicht so recht davon überzeigt. Alternativ könnte sich auch ein Blick auf das Artemis Projekt lohnen (eine AIR/Java Bridge), welches aber leider im Moment etwas ruht. Zusammenfassend geht es bei beiden Ansätzen darum eine Anwenung zu starten, welche dann die AIR-Anwendung startet,quasi kapselt, und so den Zugriff auf Systemebene erweitert.
Ich habe auch schon von Lösungsansätzen gelesen in denen der User eine zweite Anwendung(Java,C# usw.) startet, welche einen Ordner permanent überwacht (HotFolder) und die AIR Anwendung zum Aufruf einer Datei eine Textdatei mit dem entsprechenden Befehl in den HotFolder schreibt, welche die zweite Anwendung dann ausführt…auch nicht so brickelnd.

Sollte sich diesbezüglich etwas tun, werde ich es hier mitteilen. Ansonsten bleibt zu hoffen, das Adobe in einem späteren Release diese Funktionalität integriert.


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